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Konzeption

 
.Sage es mir und ich vergesse es" 
.Zeige es mir und ich erinnere mich
."Lass es mich tun und ich behalte es 
Konfuzius 

 

 

Unser Hauptanliegen ist es, das Kind bei der Eroberung seiner Welt zu unterstützen und zu fördern und ihm ein positives Selbstbild zu vermitteln. Entsprechend seinen Bedürfnissen bieten wir dem Kind vielfältige Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten zum ganzheitlichen Lernen an.
Wir verstehen uns als Entwicklungsbegleiter, die jedes Kind in seinem Entwicklungs-/Bildungsprozess individuell und bilingual begleiten. Grundvoraussetzung dafür ist Vertrauen und Bindung. Nur ein zufriedenes Kind, das sich wohl fühlt und gerne in den Kindergarten kommt, kann mit Freude und Neugier lernen und sich mit der Welt auseinandersetzen. Wichtig dafür sind liebevolle, zuverlässige und respektvolle Erzieherinnen als Bezugspersonen, zu denen das Kind eine vertrauensvolle Bindung aufbauen kann.  
Besonderen Wert legen wir daher auf eine intensive Eingewöhnungsphase, die individuell auf das einzelne Kind abgestimmt wird. Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist der Situationsorientierte Ansatz.

Unser Bild vom Kind
Entsprechend den Annahmen des situationsorientierten Ansatzes gehen wir davon aus, dass jedes Kind ein kompetentes Wesen ist, das das Potential zur Entwicklung in sich trägt und sich in der Auseinandersetzung mit seiner Umwelt entwickelt. Kinder brauchen daher geeignete Bedingungen, um ihre Fähigkeiten entfalten zu können.

Kinder haben von Anfang an Rechte! Nicht Erwachsene bestimmen von vorn herein, was „das Beste“ für das Kind ist, sondern Kinder zeigen mittels ihrer vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten, wie es in ihrer Seele aussieht, was sie bedrückt oder erfreut, was sie beunruhigt oder ihnen Ruhe gibt, ob sie unter Druck stehen oder entspannt sind, womit sie sich emotional-kognitiv beschäftigen und auch was für sie ohne Bedeutung ist.

Der Blick auf die vielfältigen Ausdrucksformen von Kindern macht deutlich, dass sie ganzheitlich agieren und lernen. Aneignung neuen Wissens geschieht über Sinneserfahrungen und Handeln. Auf diese Weise machen sich Kinder ihr eigenes „Bild von der Welt“ und entwickeln eigene innere Strukturen, die die Grundlage ihres späteren Denkens und Fühlens bilden. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Individualität des Kindes, unterstützen und ermutigen wir das Kind seinen eigenen Weg zur Entfaltung seiner Potenziale zu finden. Die unterschiedlichen Entwicklungsvoraussetzungen und Förderbedarfe jedes einzelnen Kindes werden individuell unter dem Motto „Stärken stärken um Schwächen zu schwächen“ u.a. mit externem Sachverstand und in enger Zusammenarbeit mit entsprechenden Förderstellen integriert.  
(Siehe auch: Krenz, Was Kinder brauchen 2010)

Bildung und Lernen
Bildung wird häufig immer noch mit Wissensvermittlung gleich gesetzt. Es wurde bisher angenommen, dass die Erzieherinnen bestimmen, bzw. beeinflussen können was die Kinder lernen (sollen). Lernen ist kein passiver Vorgang, sondern setzt die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt und sich selbst voraus.
„Wer Lernen für einen passiven Vorgang hält, der sucht nach dem richtigen Trichter. Wer aber Lernen als eine Aktivität versteht, wie beispielsweise das Laufen oder das Essen, der sucht keinen Trichter, sondern denkt über die Rahmenbedingungen nach, unter denen diese Aktivität am besten stattfinden kann“  (Manfred Spitzer 2006: Lernen - Gehirnforschung und die Schule des Lebens)

Bildung umfasst zum einen die Weltaneignung durch Erforschen, Erfahren und Nachdenken, zum anderen umfasst sie auch die Bildung der Persönlichkeit.
Bildung ist immer Selbstbildung, d.h., die Kinder lernen am besten, wenn sie aktiv beteiligt sind und ihren Alltag mitgestalten, ausprobieren und experimentieren dürfen. Alles Lernen geschieht über das Handeln. Aneignung neuen Wissens geschieht demnach nicht durch kognitive Lernprogramme oder Förderstunden, sondern durch praktisches Tun in sozialen Situationen. Dabei spielt die lebendige kindliche Neugier eine entscheidende Rolle.
Für diese Selbstbildungsprozesse  brauchen Kinder die Auseinandersetzung mit anderen Kindern und mit uns Erwachsenen, die sich gemeinsam mit ihnen auf die Suche begeben und keine fertigen Lösungen präsentieren.
Kinder unterscheiden hierbei nicht zwischen spielen und lernen. Spielen heißt lernen!
(Siehe auch: Laewen/Andres 2002)

Zweisprachigkeit
Heute nennen sich viele Einrichtungen bilingual, auch wenn sie größtenteils lediglich Fremdsprachkurse anbieten. Bilingualität heißt für uns, dass die individuelle Zweisprachigkeit durch den Umgang mit beiden Sprachen aktiv und zu gleichen Teilen gefördert wird.
Zweisprachig betreute Kinder werden sich bewusster über Sprache. Sie lernen, flexibel zu denken, und versuchen, sich in andere Menschen hinein zu versetzen, die nicht so gut verstehen wie sie selbst. Für mehrsprachige Menschen eröffnen sich neue Chancen in Schule und Beruf. Die Kindergartenzeit eignet sich besonders gut, um eine neue Sprache einzuführen. Die Kinder erhalten aber keinen herkömmlichen Sprachunterricht, sondern Immersionsunterricht. Immersion meint „eintauchen“, sinngemäß „Sprachbad“.
Nach dem Prinzip „eine Person – eine Sprache“ sprechen die Pädagoginnen mit den Kindern nur deutsch bzw. englisch. Der Spracherwerb durch die Immersionsmethode ist sehr erfolgreich, da er demselben Prinzip entspricht, wie die Kinder ihre Muttersprache von ihren Eltern erlernen. Die Sprachen werden den Kindern nicht durch Erklären der Grammatik oder schulisches Vokabelüben beigebracht, sondern einfach dadurch, dass das Kind seine Erzieherinnen oder andere Kinder in dieser Sprache reden hört. Die Bedeutung der Worte erschließt sich dem Kind dadurch, dass alle Handlungen mit Mimik und Gestik unterstützt werden. Immersion fordert keine besondere Begabung. Sie eignet sich für Kinder aller sozialen Schichten. Jeder Mensch verfügt genetisch über die erforderlichen Fähigkeiten, Sprachen zu lernen. (siehe auch FMKS-Verein für frühe Mehrsprachigkeit)

Die von Laer Stiftung ist Träger mehrerer bilingualer Einrichtung (in Ostwestfalen und in Tschechien), so dass die Kita „Leonardo“ bereits in ein gutes Netzwerk eingebunden ist und von den Praxiserfahrungen profitieren kann. Insbesondere auch durch die wissenschaftliche Begleitung der Prager Einrichtung durch die Karlsuniversität Prag (Lehrstuhl für Psychologie). Wir sind immer auf der Suche nach englischsprachigen Fachkräften. Bitte beachten Sie hierzu unsere Stellenangebote.

Nachtrag vom 6.10.2014: Im Moment können wir nicht bilingual arbeiten, da unsere englischsprachigen Fachkräfte schwanger sind. Wir bemühen uns sehr, dass wir schnellstmöglich neue, englischsprachige Fachkräfte einstellen können. Eine Feste Zusage haben wir bereits zum August 2015.


Betreuung unter 3-jähriger Kinder
In der Kindertagesstätte werden unter 3jährige Kinder in einer Art und Weise betreut und gefördert, die auf die besonderen Bedürfnissen von Kindern in diesem Alter abgestimmt ist.
Eine wichtige Grundlage der alltäglichen Arbeit mit unter 3jährigen Kindern bilden Rituale. Sie schaffen Kontinuität und unterstützen gerade in der Anfangszeit das Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe. Bekannte Dinge und Abläufe schaffen Sicherheit und geben Kindern Orientierung.

Lernen und Bildung verstehen wir entsprechend des situationsorientierten Ansatzes in erster Linie als Selbstbildung, die im Spiel geschieht. Kinder sind ständig kleine Forscher, Künstler und Konstrukteure. Im praktischen Tun sowie im sozialen Miteinander erschließen sie ihre Welt. Sie lernen auf ihre Art und in ihrer Geschwindigkeit. Aufgabe der ErzieherInnen ist es, einen angemessenen, sinnvollen und anregenden pädagogischen Rahmen zu bieten, um die Kinder in ihrer Neugier und ihrem Wissensdrang zu fördern und neue Erfahrungen zu ermöglichen.
Hierbei werden unterschiedlichste Aspekte einbezogen:
•    Sprache / Kommunikation
•    Musik / Singen / Klangkörper / Instrumente
•    Motorik (Bewegungsförderung drinnen und draußen)
•    Kreativität (Materialien, Experimente)
•    Naturwissenschaftliche Themen
•    Soziale Kompetenzen

Die Eingewöhnung
Besonderen Wert legen wir daher auf die Eingewöhnungsphase. Sie erfolgt in Anlehnung an das Berliner Modell und gestaltet sich sehr individuell. Entsprechend des Alters und der bisherigen Beziehungserfahrungen des einzelnen Kindes kann die Dauer variieren. Bevor die Eingewöhnungsphase in der Kita eingeleitet wird, finden Schnupper-
nachmittage sowie Vorgespräche mit den Eltern statt.
Kinder können die Welt nur entdecken, neue Beziehungen nur eingehen, wenn sie jederzeit in den sicheren Hafen bestehender Beziehungen zurückkehren können. Daher verbringen sie die ersten Tage in der Gruppe in Begleitung einer wichtigen Bezugsperson (in der Regel ein Elternteil). In dieser Zeit nutzt die Erzieherin die Gelegenheit, sich dem Kind behutsam zu nähern, ohne es zu überfordern. Hat das Kind nach einigen Tagen genug Sicherheit in der neuen Umgebung erlangt, wird eine kurze Abwesenheit des begleitenden Elternteils erprobt, diese Abwesenheitsspanne wird daraufhin behutsam von Tag zu Tag ausgedehnt. Die Eingewöhnungsphase ist abgeschlossen, wenn das Kind die Betreuungszeit in der Kita ohne einen anwesenden Elternteil verbringen kann.

Zusammenarbeit mit Eltern
Ein wichtiger Teil unserer pädagogischen Arbeit ist der gute Kontakt zu den Eltern. Eltern sind und bleiben die Experten für ihr Kind. Im Sinne einer Erziehungspartnerschaft pflegen wir einen vertrauensvollen und offenen Austausch mit den Eltern. Partizipation ist die Basis auf der wir bestmögliche Bedingungen für die Betreuung und Erziehung aller Kinder schaffen wollen.

Eltern sind jederzeit willkommen in der Kita zu hospitieren und sich selbst ein Bild von unserer pädagogische Arbeit zu machen.
Im Rahmen geplanter Entwicklungsgespräche, aber auch in Einzelgesprächen und Tür- und Angel-Kontakten, sorgen beide Seiten für guten Informationsaustausch.

Wir haben ein großes Verständnis für die häufig emotionalen und praktischen Belastungen, denen junge Eltern bei der Vereinbarung von Familie und Beruf ausgesetzt sind. Deshalb ist es unser Anspruch, den Eltern nicht einfach erweiterte Öffnungszeiten anzubieten, sondern eine besonders partnerschaftliche, bezüglich unserer Arbeit transparente und den Eltern und Familienangehörigen gegenüber jederzeit willkommene Haltung einzunehmen. Nicht unsere organisatorischen und institutionellen Fragen sollen im Mittelpunkt gemeinsamer Arbeit stehen, sondern ihre Wünsche und Bedarfe. Kundenorientierung ist und bleibt die Kernidee, selbstverständlich muss dabei unsere Fachlichkeit und das Wohl der Kinder stets gemeinsamer Anspruch von Eltern und Einrichtung bleiben! Wir zeigen Transparenz und Eindeutigkeit an den Stellen, die aus pädagogischer Sicht für uns nicht verhandelbar sind.

Beobachtung und Dokumentation
Die kontinuierliche Beobachtung der Kinder ist für uns die wichtigste Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Dadurch erfahren wir, welche Stärken und Bedürfnisse ein Kind hat, welche Themen es beschäftigen, in welchen Bereichen es noch Unterstützung benötigt und welche Entwicklungsschritte es zurzeit bewältigt.
Beobachtungen werden von uns täglich dokumentiert und im Team gemeinsam ausgewertet. Sie dienen außerdem als Basis für die regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgespräche mit Eltern.  
Unsere Form der Bildungs- und Entwicklungsdokumentation ist die Portfolioarbeit, in der die unterschiedlichen Entwicklungsschritte und Bildungsprozesse des Kindes festgehalten werden. Gemeinsam mit dem Kind wird eine Art offenes Buch angelegt, in dem seine Ideen, Werke, Selbstportraits, Vorstellungen, Fotos, Handabdrücke, Lieblingslieder, prägnante Situationen, etc. festgehalten werden. Beim Verlassen der Einrichtung erhält so jedes Kind sein individuelles „Entwicklungstagebuch“.



Öffnungszeiten
Die regulären Öffnungszeiten der Einrichtung umfassen 47,5 Wochenstunden und werden entsprechend des Bedarfes der Eltern festgelegt:
Kernöffnungszeiten:
Montag - Freitag 7:30 - 17:00 Uhr
(Änderungen möglich)

Erweiterte Öffnungszeiten können bei Bedarf dazu gebucht werden (kostenpflichtig).
Über die Öffnungszeiten entscheidet der Träger der Einrichtung in Abstimmung mit dem Elternbeirat.

Gruppenkonzept
Die Einrichtung besteht aus 5 Gruppen. 2 Gruppen für Kinder von 0,4 – 3 Jahren, eine Gruppe für Kinder von 2-6 Jahren und 2 Gruppen für Kinder von 3-6 Jahren.

Die Angebote/Projekte im Gruppenalltag richten sich nach den Themen und Interessen der Kinder.
Sie kommen aus den unterschiedlichen Bildungsbereichen, wie z.B.:
•    Sprache
•    Künstlerisches Gestalten und Empfinden/Kreativangebote
•    Naturwissenschaftliche Experimente
•    Freie und angeleitete Bewegungsangebote
•    Angebote aus dem Bereich der mathematischen Bildung (ordnen, messen, zählen etc.)
•    Musik, Rhythmik und Tanz (mit und ohne Instrumente)
•    Natürliche und kulturelle Umwelt (Waldtage, Theaterbesuche etc.)
•    Auseinandersetzung mit speziellen Themen und Fragestellungen der Kinder